Sonntag, 23. Juli 2017

Blümchen 2017

Dieses Jahr klappt das mit meinen Blümchen leider gar nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich weiß nicht, ob ich einfach kein Hänchen für Blumen habe, das Wetter oder die Bodenverhältnisse schuld sind... es ist auf jeden Fall ein bisschen deprimierend. Der Garten ist ja durch die große Rasenfläche und all das Efeu (Terrassensichtschutz und Mauer) wirklich sehr grün, da freut man sich natürlich über jeden Farbklecks! Okay, es ist ja nicht so, dass wir gar keine Blümchen hätten, aber seht selbst...

Das ist das Staudenbeet am 08.07.17. Schön, dass zwar einige der Stockrosen blühen, aber trotzdem bietet es in meinen Augen einen traurigen Anblick. Die beiden Stockrosen links wollen nicht - eine ist irgendwie ganz verschwunden - und der Lavendel hat sich so weit nach vorne gelehnt... das sieht so bescheuert aus. Die Hortensie, die dort stand, wo die Pilzstecker jetzt sind, ist eingegangen. Der Sonnenhut wurde von den Schnecken attackiert. Relativ mittig (linkslich) habe ich jetzt eine neue Bartiris, die hat meine Schwiegermutter mir geschenkt und die musste erstmal irgendwo hin. Sie hat jetzt aber bereits ausgeblüht... ebenso der schöne Rittersporn.

Rechts neben dem Rittersporn ist die schwarze Königskerze vom letzten Jahr wieder ausgetrieben. Die hat allerdings nur Blätter und ist auch nicht in die Höhe gewachsen. Sie überschattete die Hortensie dermaßen, dass ich diese aus dem Beet genommen habe. Die weiße Prachtscharte ist mittlerweile verblüht, die Sonnenbraut blüht aber hoffentlich noch. Über die schwarze Stockrose spreche ich lieber nicht... die hat mir nämlich all den Malvenrost überhaupt erst eingebrockt und hatte nur drei Blüten, der Rest ist gar nicht aufgegangen *heul*.

Ich musste auf dem Pflanzenmarkt voriges Jahr ja unbedingt die "Nigra" mitnehmen. 5,00 Euro und so viel Leid :( Zum Glück habe ich zumindest diese eine Blüte einfangen können.

Dieses traurige Bild bieten leider all meine Stockrosen. Kaum eine hat viele Blätter und die wenigen Blätter, die noch dran sind, haben diese hässlichen Pilzflecken.

Umso mehr freue ich mich natürlich über jede einzelne Stockrosenblüte, die sich dieses Jahr öffnet und darüber, dass sich die Hummeln trotzdem über die wenigen Blüten hermachen! Immerhin wollten und haben wir einen bienen- und hummelorientierten Garten.

Die Hummel war ganz fleißig. Witzig, ich hatte vorher noch nie gesehen, dass Hummeln um den Blumenstempel herumlaufen, sich total mit Pollen vollsauen und sie dann erst später richtig von ihrem "Fell" einsammeln. Und ich werde zukünftig auch keine gefüllten Blüten mehr nehmen, denn von denen haben die Insekten ja gar nichts. Zurzeit blüht eine sehr schöne hellgelbe gefüllte, aber komplett blattlose Stockrose vor der Mauer vorne.

Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich die Hortensie, die von der Königskerze überwuchert wurde, ausgegraben habe. Auf der Terrasse hatte ich noch diesen Kübel frei - ich hatte ja die Buchspyramide entsorgt - und nachdem ich erst eine neue Hortensie dafür kaufen wollte, fand ich diese Idee ja viel besser. Auch wenn die Hortensie dieses Jahr nicht mehr blühen wird, vielleicht haben wir ja nächstes Jahr Glück, dass sie sich soweit wieder erholt und uns dann Blüten schenkt. Was frisst eigentlich Hortensienblätter???

Von anfangs 6 gibt es tatsächlich nur noch diese beiden Hortensien. Die oben und meine schöne pinke Hortensie, die wir von meinen Eltern geschenkt bekommen haben. Die blüht auch jedes Jahr wieder in diesem tollen dunklen Pink. Ich habe nur das Gefühl, dass meine Hortensien immer sooo mickrig aussehen, im Gegensatz zu denen, die ich so auf den Gartenblogs sehe. Okay, nun gab es dieses Jahr noch Spätfröste und die haben diese Hortensie auch wirklich erwischt. Trotzdem... ich hatte sie vorher mitten im Garten stehen (auf dem Zisternendeckel) und sie jetzt lieber auf die Terrasse geholt, wo sie nicht ganz so viel Sonne abbekommt. Und ich verwende jetzt seit zwei Wochen auch Dünger, ich muss ja zugeben, dass ich nicht so auf Dünger stehe. Vielleicht hilft das ja jetzt aber!

Wenn es im Garten nicht so recht blühen will, muss man sich halt mit gekauften Topfpflanzen aushelfen ;) Die schwarzäugige Susanne hat sich endlich berappelt und blüht wieder wie wild. Und sie rankt so toll! Die gelben Blüten machen doch auch so richtig Laune auf Sommer oder? Als ich letztens noch ein paar neue Sommerblumen kaufen wollte, da meine Petunien so furchtbar lang verwachsen und die Zauberglöckchen so gut wie ausgeblüht waren, da gab es in der Auswahl irgendwie fast nur Chrysanthemen und andere in meinen Augen Herbstblumen *kreisch*. Da blieb mir ja nichts anderes übrig als Chrysanthemen zu nehmen. Ein orangenes Zauberglöckchen habe ich noch bekommen, das fand ich zuerst auch sehr herbstlich, aber jetzt passt es in meinen Augen doch zum Sommer. Und die Hummeln lieben es!

Ich habe dieses Jahr mehrfach etwas von Hummel- und Bienentränken gelesen. Da wir ja schon keine Vogeltränke aufstellen können, da wir hier im Garten ja von den drei Nachbarskatzen heimgesucht werden, wollte ich unbedingt eine Hummeltränke haben. Da ich im örtlichen Spielwarenladen nur eine Minimenge an Murmeln bekommen hätte, habe ich dann gleich eine Ladung von über 600 Stück via Amazon bestellt...

... und da ich nicht wusste was ich mit den restlichen Murmeln anfangen sollte, habe ich einfach noch eine zweite Bienen- und Hummeltränke gemacht. Diese hier war die erste Tränke, dafür habe ich extra eine Zinkschüssel gekauft. Normalerweise steht sie auf dem Pflanztisch bei den Hochbeeten, aber da es die Tage so gegossen hat und sie eher ein Schwimmbad als eine Tränke war, habe ich sie eine Etage tiefer gestellt. Mit den restlichen Murmeln und einer bereits vorhandenen Zinkschüssel (mein Miniteichersatz) habe ich anschließend die zweite Tränke gemacht, die auf dem Pflanztisch auf der Terrasse steht. Da sind die Hummeln und Bienen ja auch begeistert zugange. Ob die Tränken angenommen werden, kann ich leider nicht beurteilen. Bisher habe ich noch kein Insekt erwischt, wie es dort gesessen und getrunken hat. Aber es ist ja die Idee, die zählt!

An dieser Chrysantheme konnte ich natürlich nicht vorbei. Ich bin immer noch ein Rosafan :)

Deshalb war ich auch so froh, als die Clematis "Piilu" am Sichtschutz anfing zu blühen. Die einzige der 4 Clematis vom Pflanzenmarkt, die überlebt hat. Mittlerweile sind all die schönen Blüten verblüht, es sind aber noch zwei weitere Knospen zu sehen *freu*.

Die "Bella" will dieses Jahr nicht so recht. Sie nutzt dieses Jahr zwar die Leine, die ich ihr im letzten Jahr schon gespannt hatte, aber sie bildet das erste Mal in den 4 Jahren keine Knospen aus. Sehr schade!

Das ist der heutige Stand des großen Beetes. Okay, im Vergleich zum 10.07.17 hat sich hier ganz schön was getan, aber richtig zufrieden bin ich nicht. Ich hatte extra eine Mischung aus Schmetterlings- und Bienenblumen gesät, aber es wächst einfach nicht so richtig. 

Na ja, wenn man genau hinsieht, dann ist da schon ein bisschen Farbe im Beet!

Und zwei Ringelblumen haben es tatsächlich geschafft...

... nicht von den Schnecken gefressen zu werden.

Trotzdem hatte ich mir einfach mehr von all der Saat, die ich im Beet verteilt habe, erhofft! Ich hatte für dieses Jahr extra kleinere Sonnenblumen gewählt, da die im letzten Jahr so riesengroße Köpfe hatten, dass sie schon nach einigen Tagen total abgeknickt herunterhingen. Nun habe ich wirkliche Minisonnis (die aber eigentlich 1,50m groß werden und mehrere Köpfe bekommen sollten... und das in gelb und dunkelrot).

Dieses Exemplar ist am lustigsten! Gerade mal 10cm hoch und trotz all der Schneckenangriffe hat sie jetzt einen Kopf gebildet! Die wohl kleinste Sonnenblume der Welt?! *lol* Na, Hauptsache sie blüht überhaupt. Wehe euch Schnecken!

Das war mein Kürbis am 04.07.17.

Mittlerweile rankt er schon ordentlich, jedoch hatte ich mir gewünscht, dass er in die andere Richtung wachsen würde. Da, wo ich extra nicht so viel Saat verteilt hatte *haha*. Nun rankt er über eine weitere sehr hässliche Stockrose hin zum Kompost. Okay! Aber ich glaube eh, dass das mit dem Kürbissen nichts wird, weil das dieses Jahr einfach alles zu lange dauert bis die Pflanzen mal groß genug sind. Echt schade! Direkt säen werde ich zukünftig auf jeden Fall nicht mehr sondern vorher doch alles im Haus vorziehen...

Aber alles ärgern nützt auch nichts. Da erfreue ich mich lieber an den wenigen Blüten, die ich habe und beobachte die Bienen und Hummeln dabei, wie sie wie wild in den Blüten zugange sind. Auch die Minzpflanzen und die Kräuter sind bei ihnen sehr beliebt. 

Und nächstes Jahr werde ich das Staudenbeet dann einmal ganz neu gestalten - ich denke die Tulpenzwiebeln müssen dann auch weichen - und was ich mit dem großen Beet mache steht noch in den Sternen. Zurzeit ist der Plan es platt zu machen und Rasen zu säen! Da muss ich aber wirklich noch einmal in mich gehen.

1 Kommentar:

Jenny hat gesagt…

Liebe Franzi, fürs nächste Jahr: den Rittersporn kannst du nach der Blüte auf 10 cm runterschneiden. Der remontiert dann. Meiner hat grade zum zweiten Mal dieses Jahr Blüten geschoben.