Sonntag, 23. Juli 2017

Blümchen 2017

Dieses Jahr klappt das mit meinen Blümchen leider gar nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich weiß nicht, ob ich einfach kein Hänchen für Blumen habe, das Wetter oder die Bodenverhältnisse schuld sind... es ist auf jeden Fall ein bisschen deprimierend. Der Garten ist ja durch die große Rasenfläche und all das Efeu (Terrassensichtschutz und Mauer) wirklich sehr grün, da freut man sich natürlich über jeden Farbklecks! Okay, es ist ja nicht so, dass wir gar keine Blümchen hätten, aber seht selbst...

Das ist das Staudenbeet am 08.07.17. Schön, dass zwar einige der Stockrosen blühen, aber trotzdem bietet es in meinen Augen einen traurigen Anblick. Die beiden Stockrosen links wollen nicht - eine ist irgendwie ganz verschwunden - und der Lavendel hat sich so weit nach vorne gelehnt... das sieht so bescheuert aus. Die Hortensie, die dort stand, wo die Pilzstecker jetzt sind, ist eingegangen. Der Sonnenhut wurde von den Schnecken attackiert. Relativ mittig (linkslich) habe ich jetzt eine neue Bartiris, die hat meine Schwiegermutter mir geschenkt und die musste erstmal irgendwo hin. Sie hat jetzt aber bereits ausgeblüht... ebenso der schöne Rittersporn.

Rechts neben dem Rittersporn ist die schwarze Königskerze vom letzten Jahr wieder ausgetrieben. Die hat allerdings nur Blätter und ist auch nicht in die Höhe gewachsen. Sie überschattete die Hortensie dermaßen, dass ich diese aus dem Beet genommen habe. Die weiße Prachtscharte ist mittlerweile verblüht, die Sonnenbraut blüht aber hoffentlich noch. Über die schwarze Stockrose spreche ich lieber nicht... die hat mir nämlich all den Malvenrost überhaupt erst eingebrockt und hatte nur drei Blüten, der Rest ist gar nicht aufgegangen *heul*.

Ich musste auf dem Pflanzenmarkt voriges Jahr ja unbedingt die "Nigra" mitnehmen. 5,00 Euro und so viel Leid :( Zum Glück habe ich zumindest diese eine Blüte einfangen können.

Dieses traurige Bild bieten leider all meine Stockrosen. Kaum eine hat viele Blätter und die wenigen Blätter, die noch dran sind, haben diese hässlichen Pilzflecken.

Umso mehr freue ich mich natürlich über jede einzelne Stockrosenblüte, die sich dieses Jahr öffnet und darüber, dass sich die Hummeln trotzdem über die wenigen Blüten hermachen! Immerhin wollten und haben wir einen bienen- und hummelorientierten Garten.

Die Hummel war ganz fleißig. Witzig, ich hatte vorher noch nie gesehen, dass Hummeln um den Blumenstempel herumlaufen, sich total mit Pollen vollsauen und sie dann erst später richtig von ihrem "Fell" einsammeln. Und ich werde zukünftig auch keine gefüllten Blüten mehr nehmen, denn von denen haben die Insekten ja gar nichts. Zurzeit blüht eine sehr schöne hellgelbe gefüllte, aber komplett blattlose Stockrose vor der Mauer vorne.

Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich die Hortensie, die von der Königskerze überwuchert wurde, ausgegraben habe. Auf der Terrasse hatte ich noch diesen Kübel frei - ich hatte ja die Buchspyramide entsorgt - und nachdem ich erst eine neue Hortensie dafür kaufen wollte, fand ich diese Idee ja viel besser. Auch wenn die Hortensie dieses Jahr nicht mehr blühen wird, vielleicht haben wir ja nächstes Jahr Glück, dass sie sich soweit wieder erholt und uns dann Blüten schenkt. Was frisst eigentlich Hortensienblätter???

Von anfangs 6 gibt es tatsächlich nur noch diese beiden Hortensien. Die oben und meine schöne pinke Hortensie, die wir von meinen Eltern geschenkt bekommen haben. Die blüht auch jedes Jahr wieder in diesem tollen dunklen Pink. Ich habe nur das Gefühl, dass meine Hortensien immer sooo mickrig aussehen, im Gegensatz zu denen, die ich so auf den Gartenblogs sehe. Okay, nun gab es dieses Jahr noch Spätfröste und die haben diese Hortensie auch wirklich erwischt. Trotzdem... ich hatte sie vorher mitten im Garten stehen (auf dem Zisternendeckel) und sie jetzt lieber auf die Terrasse geholt, wo sie nicht ganz so viel Sonne abbekommt. Und ich verwende jetzt seit zwei Wochen auch Dünger, ich muss ja zugeben, dass ich nicht so auf Dünger stehe. Vielleicht hilft das ja jetzt aber!

Wenn es im Garten nicht so recht blühen will, muss man sich halt mit gekauften Topfpflanzen aushelfen ;) Die schwarzäugige Susanne hat sich endlich berappelt und blüht wieder wie wild. Und sie rankt so toll! Die gelben Blüten machen doch auch so richtig Laune auf Sommer oder? Als ich letztens noch ein paar neue Sommerblumen kaufen wollte, da meine Petunien so furchtbar lang verwachsen und die Zauberglöckchen so gut wie ausgeblüht waren, da gab es in der Auswahl irgendwie fast nur Chrysanthemen und andere in meinen Augen Herbstblumen *kreisch*. Da blieb mir ja nichts anderes übrig als Chrysanthemen zu nehmen. Ein orangenes Zauberglöckchen habe ich noch bekommen, das fand ich zuerst auch sehr herbstlich, aber jetzt passt es in meinen Augen doch zum Sommer. Und die Hummeln lieben es!

Ich habe dieses Jahr mehrfach etwas von Hummel- und Bienentränken gelesen. Da wir ja schon keine Vogeltränke aufstellen können, da wir hier im Garten ja von den drei Nachbarskatzen heimgesucht werden, wollte ich unbedingt eine Hummeltränke haben. Da ich im örtlichen Spielwarenladen nur eine Minimenge an Murmeln bekommen hätte, habe ich dann gleich eine Ladung von über 600 Stück via Amazon bestellt...

... und da ich nicht wusste was ich mit den restlichen Murmeln anfangen sollte, habe ich einfach noch eine zweite Bienen- und Hummeltränke gemacht. Diese hier war die erste Tränke, dafür habe ich extra eine Zinkschüssel gekauft. Normalerweise steht sie auf dem Pflanztisch bei den Hochbeeten, aber da es die Tage so gegossen hat und sie eher ein Schwimmbad als eine Tränke war, habe ich sie eine Etage tiefer gestellt. Mit den restlichen Murmeln und einer bereits vorhandenen Zinkschüssel (mein Miniteichersatz) habe ich anschließend die zweite Tränke gemacht, die auf dem Pflanztisch auf der Terrasse steht. Da sind die Hummeln und Bienen ja auch begeistert zugange. Ob die Tränken angenommen werden, kann ich leider nicht beurteilen. Bisher habe ich noch kein Insekt erwischt, wie es dort gesessen und getrunken hat. Aber es ist ja die Idee, die zählt!

An dieser Chrysantheme konnte ich natürlich nicht vorbei. Ich bin immer noch ein Rosafan :)

Deshalb war ich auch so froh, als die Clematis "Piilu" am Sichtschutz anfing zu blühen. Die einzige der 4 Clematis vom Pflanzenmarkt, die überlebt hat. Mittlerweile sind all die schönen Blüten verblüht, es sind aber noch zwei weitere Knospen zu sehen *freu*.

Die "Bella" will dieses Jahr nicht so recht. Sie nutzt dieses Jahr zwar die Leine, die ich ihr im letzten Jahr schon gespannt hatte, aber sie bildet das erste Mal in den 4 Jahren keine Knospen aus. Sehr schade!

Das ist der heutige Stand des großen Beetes. Okay, im Vergleich zum 10.07.17 hat sich hier ganz schön was getan, aber richtig zufrieden bin ich nicht. Ich hatte extra eine Mischung aus Schmetterlings- und Bienenblumen gesät, aber es wächst einfach nicht so richtig. 

Na ja, wenn man genau hinsieht, dann ist da schon ein bisschen Farbe im Beet!

Und zwei Ringelblumen haben es tatsächlich geschafft...

... nicht von den Schnecken gefressen zu werden.

Trotzdem hatte ich mir einfach mehr von all der Saat, die ich im Beet verteilt habe, erhofft! Ich hatte für dieses Jahr extra kleinere Sonnenblumen gewählt, da die im letzten Jahr so riesengroße Köpfe hatten, dass sie schon nach einigen Tagen total abgeknickt herunterhingen. Nun habe ich wirkliche Minisonnis (die aber eigentlich 1,50m groß werden und mehrere Köpfe bekommen sollten... und das in gelb und dunkelrot).

Dieses Exemplar ist am lustigsten! Gerade mal 10cm hoch und trotz all der Schneckenangriffe hat sie jetzt einen Kopf gebildet! Die wohl kleinste Sonnenblume der Welt?! *lol* Na, Hauptsache sie blüht überhaupt. Wehe euch Schnecken!

Das war mein Kürbis am 04.07.17.

Mittlerweile rankt er schon ordentlich, jedoch hatte ich mir gewünscht, dass er in die andere Richtung wachsen würde. Da, wo ich extra nicht so viel Saat verteilt hatte *haha*. Nun rankt er über eine weitere sehr hässliche Stockrose hin zum Kompost. Okay! Aber ich glaube eh, dass das mit dem Kürbissen nichts wird, weil das dieses Jahr einfach alles zu lange dauert bis die Pflanzen mal groß genug sind. Echt schade! Direkt säen werde ich zukünftig auf jeden Fall nicht mehr sondern vorher doch alles im Haus vorziehen...

Aber alles ärgern nützt auch nichts. Da erfreue ich mich lieber an den wenigen Blüten, die ich habe und beobachte die Bienen und Hummeln dabei, wie sie wie wild in den Blüten zugange sind. Auch die Minzpflanzen und die Kräuter sind bei ihnen sehr beliebt. 

Und nächstes Jahr werde ich das Staudenbeet dann einmal ganz neu gestalten - ich denke die Tulpenzwiebeln müssen dann auch weichen - und was ich mit dem großen Beet mache steht noch in den Sternen. Zurzeit ist der Plan es platt zu machen und Rasen zu säen! Da muss ich aber wirklich noch einmal in mich gehen.

Montag, 10. Juli 2017

Rund ums Gemüse

Nach den anfänglichen Startschwierigkeiten in diesem Jahr klappt es bisher eigentlich echt gut mit der Gemüseernte. Seit ich die Tagetes in den Hochbeeten habe, klappt es auch wieder mit den Radieschen. Und auch die Mairüben, die für uns ja dieses Jahr Premiere waren, wachsen jetzt super. Essen mag ich sie nicht, aber Sven liebt sie!

Nachdem mir in den Hochbeeten alles über den Kopf gewachsen war, habe ich letzten Dienstag mal so richtig klar Schiff gemacht. Nicht zuletzt, da am Mittwoch Grünabfall war :P Es tut mir ja in der Seele weh, wenn ich gute Pflanzen einfach entsorge, aber mit den Erdbeeren hat es mir wirklich gereicht! Ich merke jedes Jahr wieder, dass ich sie einfach nicht so gerne esse und was brauche ich da 6 Pflanzen, die sich ja jetzt vermehren wie doof. Ständig habe ich Triebe abgeschnitten. Also habe ich kurz und schmerzlos 4 der Pflanzen entsorgt und zwei gut tragende behalten. Die können sich dann auch gerne vermehren, dann kann ich nächstes Jahr Pflanzen abgeben - dieses Mal auch wirklich! Nachdem ich alle Schnecken aus dem Beet gesammelt hatte - ich wusste gar nicht, dass Schnecken Erdbeeren so mögen - hatte ich da schonmal wieder etwas Platz in Hochbeet 2.

Und da mir die Lauchzwiebeln echt leid taten, da das Möhrenkraut sie so überwucherte, habe ich erst das Möhrenkraut gekürzt. Dann entdeckte ich all die Pilze im Hochbeet *ihhhh* und habe alle Möhren geerntet. Dass diese so krüppelig sind, hatte ich bereits vorher festgestellt, dass sie jedoch alle so schrecklich aussehen würden - noch dazu schmecken sie auch nicht - hätte ich nicht gedacht!

Pfui Möhren, was macht ihr denn da? *gg*

Es ist doch sehr komisch, dass dieses Jahr solche Möhren entstanden sind, wo ich doch im letzten Jahr die gleiche Saat verwendet habe und die Möhren ganz normal gewachsen sind?! Ich weiß wirklich nicht was das Problem war, auf jeden Fall gibt es bei uns dieses Jahr keine eigenen Möhren! Schade, normalerweise ist die Saat von Kiepenkerl immer sehr gut.

Hier mal die traurigen Lauchzwiebeln, die nach der "Entrümpelungsaktion" noch übrig waren. Ich habe noch eine neue Reihe gesät. Mal sehen, ob das noch klappt. Rechts neben die Tagetes habe ich neue Radieschen gesät und hinter die Erdbeeren Mairüben. 

Ganz links im Beet habe ich noch 4 Kohlrabis, die jetzt ohne Netz wachsen dürfen, dazwischen habe ich Ringelblumen gesät und daneben bzw. zwischen Kohlrabi und Lauchzwiebeln ganz neu Mangold. Haben wir beide noch nie gegessen, aber ich hatte Saat da und mittlerweile ist sie auch schon gekeimt. Bin gespannt!

In Hochbeet 1 haben sich die Zucchini richtig breit gemacht. Also habe ich die letzten drei "Salatbäumchen" und den Spinat entfernt, um Platz zu schaffen. Der Knobi ist ins Hochbeet 2 gewandert und die selbst gezogenen Tagetes und Ringelblumen habe ich in den Hochbeeten sowie dem großen Beet verteilt. Die Ringelblumen fanden die Schnecken jedoch sooo lecker, dass ich jetzt nur noch die vier in Hochbeet 1 habe :P

Nach der Aufräumaktion sieht es jetzt so aus. Die Kräuter sind kaum zu bändigen...

Immerhin hat sich das Baldur Strauchbasilikum entwickelt! Es sind nun zwei Pflanzen, die auch endlich die richtige Farbe haben. 

Ernten tun wir allerdings weiterhin von Strauchbasilikum 2 (Volmary). 

Die Hummeln und Bienen lieben alle Strauchbasilikumpflanzen.

Wespen stehen anscheinend mehr auf Liebstöckel ;)

Heute Morgen bei der Zucchiniernte war eine Biene ganz empört, dass ich so an der Pflanze gewackelt habe *huchsorry*.

Meine beiden Zucchinipflanzen haben unterschiedliche Gene. Die vordere (damals schmächtigere) Pflanze bringt die länglichen dünneren Zucchini hervor, während die hintere (damals größte) Pflanze diese mega dicken Zucchini hervorbringt. Echt witzig! Mittlerweile habe ich 12 grüne Zucchini geerntet.

Von den gelben Zucchini habe ich bisher 4 geerntet. Die Pflanze ist etwas langsamer, aber dafür schmecken die gelben Zucchini dieses Jahr auch besonders gut *find*. Und sie bleiben auch gelb, nicht so wie in anderen Jahren als sie die grüne Farbe angenommen haben.

Noch ein ganz aktuelles Bild von heute. Ich habe das Gefühl, dass die grünen Zucchinipflanzen bald das ganze Hochbeet in Anspruch nehmen wollen *tsss*.

Weiter oben sieht man das Tomatenhaus ganz, hier mal ein paar Tomaten. Dieses Jahr klappt das mit den Tomaten nicht soo gut. Ob es an der Sorte, dem Wetter oder dem neuen Foliengewächshaus liegt, weiß ich nicht. Ich habe wenige Tomaten an beiden Pflanzen und immer wieder wird mal eine braun von unten. Die kann ich ja eigentlich gleich wegtun...

Gurkenblüten sind auch total hübsch!

Von meinen Mini Snackgurken habe ich mittlerweile 5 geerntet. Die Pflanze legt jetzt so richtig los und produziert RICHTIG viele Gurken. Davon kann ich dann auch wieder welche abgeben, da kann ich gar nicht gegen an essen. Salat und Zucchini habe ich auch schon verteilt. Die Gurken schmecken wunderbar, wenn man sie nicht zu lange dran lässt. Dann haben sie nämlich ziemlich große und harte Kerne. 

Ernte vom 27.06.2017

Zwischenzeitlich haben wir auch schon eine Menge Koriander und glatte Petersilie geerntet, klein gemacht und tiefgekühlt. Wir haben trotzdem noch sehr viel Petersilie in Hochbeet 1. Den Koriander hatte ich zwischendurch gekappt, weil mir das einfach zu wuselig im Beet wurde. Der blüht jetzt vor sich hin und darf für die Insekten noch bleiben - genau wie der Liebstöckel. Die meisten Kräuter sind bei uns einfach Deko...

Die Minzbar blüht mittlerweile in verschiedenen Lilatönen. 

Die Raupeninvasion hat die Minze zum Glück gut überstanden.

Im großen Beet habe ich noch nicht viele Erfolge erzielt. Die Melone will nicht mehr, dafür rankt hier und dort Kapuzinerkresse, die sich selbst ausgesät hat. Die Sonnenblumen sind dieses Jahr echt langsam, aber es handelt sich auch um eine kleinere Sorte. Vielleicht ist das dann so? Die Trichterwinde braucht etwas neues zum Umwinden ;) Der Kürbis hat es wohl jetzt geschafft. Leider muss er immer mal wieder ein Blatt lassen - doofe Schnecken - aber er wächst und gedeiht. Mal sehen, ob das dieses Jahr noch etwas wird mit meinen Bienenblumen und den Kürbissen! Im Vergleich zum letzten Jahr (12.07.16) auf jeden Fall echt mau.

Zum Schluss noch ein Erntefoto vom 23.06.2017.

Natürlich habe ich noch viel mehr geerntet, ich knipse nur nicht mehr alles :P Strichlisten führe ich dieses Jahr auch nur für die Zucchini, Gurken und später Tomaten. Ein bisschen Durch- und Überblick möchte ich ja schon behalten! Wie läuft es denn so mit eurem Gemüse?

Sonntag, 25. Juni 2017

Cuxhaven & Insel Neuwerk

In dieser Woche hatten wir Urlaub und es stand wieder ein Kurzurlaub an. Dieses Mal haben wir Cuxhaven als unser Ziel gewählt, da man von dort aus eine Wattwagenfahrt zur Insel Neuwerk machen kann und wir uns die Insel schon immer einmal ansehen wollten. Immerhin gehört sie ja zu Hamburg und als ehemalige Hamburger wollten wir uns das Fleckchen Hamburg natürlich nicht entgehen lassen ;)

Gebucht hatte ich zwei Nächte in der Villa Deichvoigt. Unser Zimmer (Nr. 6) was das ganz oben im Giebel und hatte eine Infrarotkabine im Bad. Ziemlich cool ähhh warm. Die Villa liegt sehr zentral, so dass wir zu Fuß zum Hafen gehen konnten.

Gleich nach unserer Ankunft am Dienstag sind wir zum Hafen spaziert und hatten Glück noch eine Bootstour zu den Seehundbänken mitmachen zu dürfen. Eigentlich wollte das Schiff schon ablegen, sie haben extra für uns noch einmal festgemacht. Das war wirklich toll. Ca. zwei Stunden ging die Tour durch den Hafen, zu den Seehundbänken und zurück. Und das hat vielleicht geschaukelt! Nach der Bootstour sind wir noch zu Fuß durch Cuxhaven gelaufen und waren anschließend lecker bei einem Griechen essen.

Abends sind wir noch zum Strand nach Döse gefahren, um uns den Sonnenuntergang dort anzusehen. Natürlich sind wir dann auch zu einem der Wahrzeichen Cuxhavens - der Kugelbake - gelaufen.

Um kurz vor zehn Uhr ist da auch nicht mehr so viel los. Schade, dass es zu kalt war, um barfuß durch den Sand zu gehen.

Das war auf jeden Fall ein sehr romantischer, wenn auch sehr windiger Spaziergang.

Mittwoch Vormittag waren wir im Wrack- und Fischereimuseum "Windstärke 10" in Cuxhaven. Da muss man schon gute 2,5 Stunden einplanen, um sich alles in Ruhe anzusehen und durchzulesen. Wir hatten 2 Stunden Zeit und es war sehr informativ.

Für Mittwoch Mittag stand dann die lang ersehnte Wattwagenfahrt an. Gebucht hatte ich bereits im April für 6 Personen, denn wir haben unsere Eltern gefragt, ob sie diese Fahrt nicht mit uns zusammen machen möchten. So haben unsere Eltern in Cuxhaven gecampt und wir haben uns Mittwoch auf dem Reiterhof Henn getroffen. Fast wären wir auch noch zu spät gekommen, denn wir waren zuerst auf dem falschen Hof *kreisch*. Drei Minuten vor zwei kamen wir als Letzte dann doch noch auf dem richtigen Hof an und es konnte losgehen. Die Wattwagen sind ziemlich hoch - man will ja auch nicht nass werden - und man muss über eine angelehnte Leiter einsteigen. Das muss man mögen, aber es war letztendlich doch nicht so schlimm wie befürchtet. Unser Kutscher Jürgen hat uns sicher zum Strand, durch's Watt zur Insel Neuwerk und zurück gefahren. Vom Hof aus sind wir mit drei Wagen losgefahren, im Laufe der Fahrt kamen immer mehr Wagen auch von anderen Höfen dazu. Am Ende waren wir eine wirklich lange Schlange von Wagen, die sich auf zur Insel gemacht hat.

Hui das schaukelt ganz schön und manchmal hat man Muffensausen, weil der Wagen zur Seite rutscht oder man durch hohes Wasser muss. Aber die Pferde machen das wirklich toll und wir hatten sehr viel Spaß! Auf der Insel Neuwerk angekommen hatten wir ca. 55 Minuten Zeit, um uns umzuschauen.

Also das Hamburg-Schild musste natürlich auf ein Foto! Und unsere süßen Pferde, die bei unserer Ankunft doch sehr geschafft wirkten, durften sich endlich ausruhen und bekamen natürlich auch etwas zu futtern.

Etwas unschlüssig aufgrund der knappen Zeit sind Sven und ich ein Stückchen auf der Insel umhergewandert und anschließend auf den Turm gegangen. Das kostet pro Person 2 Euro Eintritt und ich sage euch, die Wendeltreppe hat es in sich, vor allem, wenn man Gegenverkehr hat. Die Treppe ist definitiv nicht dafür ausgelegt, aber es hat letztendlich geklappt und wir hatten einen ganz wunderbaren Ausblick über die Insel Neuwerk.

Ich wäre gerne noch länger geblieben, aber die Zeit hing uns im Nacken, immerhin mussten wir ja vor der Flut wieder am Strand in Sahlenburg ankommen. Also ging es wieder nach unten, in den Wattwagen und zurück nach Cuxhaven. Abends sind wir dann noch mit unseren Eltern lecker essen gegangen und saßen anschließend noch ein wenig zusammen auf dem Campingplatz.

Am Donnerstag war schon wieder der Tag der Abreise. Wir waren noch einmal auf dem Campingplatz, da wir noch eine Sache abholen wollten und saßen noch kurzzeitig zusammen, als das Unwetter aufzog und der Himmel mit einem mal schwarz wurde. Nachdem alles eingepackt und verstaut war, haben wir uns schnell verabschiedet und uns auf den Heimweg gemacht. Eigentlich wäre ich gerne noch zum Strand nach Duhnen gefahren, aber das war bei dem Wetter nicht mehr drin. Kurz nachdem wir losgefahren waren, hagelte es so große Hagelkörner, dass ich schon dachte mein Auto hätte überall Dellen. Man, hat das geknallt! Nach kurzer Unterbrechung fuhren wir weiter, da waren bereits die Straßen überflutet und das Wasser sprudelte nur so aus den Gullis. Das habe ich auch noch nie erlebt! Wir haben also den Plan "über Land zu fahren" verworfen und sind über die Autobahn nach Hause gefahren. Zwischenzeitlich sah es dort aus, als wäre ein Tornado darüber hinweg gefegt... echt der Wahnsinn. Wir hatten dann noch ein zweites Mal das Vergnügen in das Unwetter zu geraten und durften mindestens 10 Minuten durch heftigen Starkregen fahren. Ich war wirklich froh, als wir endlich heil zu Hause angekommen waren!

Trotz dem jähen Ende und meiner doofen Bronchitis, die mir (und sicher auch den anderen Villa-Gästen) vor allem die Nächte zur Hölle machten, hatten wir eine tolle Zeit in Cuxhaven. Wer mal in die Nähe kommt, der sollte wirklich darüber nachdenken auch so eine Wattwagenfahrt zu machen. Das war wirklich ein einmaliges und tolles Erlebnis! Ich denke wir werden Neuwerk auf jeden Fall noch einmal unsicher machen.