Montag, 8. Februar 2016

Erste Gartenarbeit 2016

Hattet ihr am Wochenende auch so schönes Wetter? Bei uns schien die Sonne und wir hatten um die 10°C. Und was passiert da? "Schatz, ich gehe mal kurz in den Garten". Eigentlich war auch wirklich nur kurz angedacht, deshalb hatte ich auch nur meine Kuschelhose und Gartenclogs an. 

Und aus einem "kurz mal raus", um die Hortensien zu schneiden, wurde dann am Samstag eine Stunde, in der ich im Staudenbeet hing. Das sah durch den Baumschnitt echt schlimm aus. Die abgeschnittenen Äste haben wir während der Baumschnittaktion über die Mauer auf die Nachbarauffahrt, die hinter unserem Garten entlangführt, geworfen, weil dort das Auto mit dem Anhänger für die Entsorgung parkte. Überall lagen Blätter und Eschensamen *uff*. 

Außerdem habe ich die Efeu "Hecke" ein wenig zurück geschnitten. Die, die von den Nachbarn zu uns rüberkommt. Die hat jetzt überall Beeren dran, die hier sofort Keimlinge bilden, wenn sie auf dem Boden landen. Und immer schön in mein Staudenbeet. Was ich hier schon an Miniefeu entfernt habe! Aber als Sichtschutz ist das Zeug echt gut :)

Und da waren ja noch die weißen Crocuszwiebeln im Wohnzimmer. Als ich sah, dass da eine kleine Fliege aus dem Topf kam, habe ich sie gleich mit rausgenommen und im Staudenbeet vergraben. Fliegen im Haus mag ich nun echt nicht wieder haben. Die ersten Tulpen und Crocusse luschern übrigens auch hier schon aus dem Staudenbeet *freu*.

Anschließend habe ich den gröbsten Kram auch noch schnell aus dem Hochbeet gesammelt, aber ich muss da unbedingt noch einmal bei. Überall liegen noch die Eschensamen. Gut, dass das ja nun vorbei ist... das hat mich echt wahnsinnig gemacht! Und der Garten sieht aus... oh je!

Im Hochbeet zeigt sich der Schnittlauch schon wieder und auch beim Schnittknoblauch konnte ich schon erste neue Triebe entdecken. Der Rosmarin ist echt riesig geworden. Das liegt wohl daran, dass wir hier eher weniger Rosmarin verbrauchen. 

Was ich mich jetzt schon die ganze Zeit frage: Wenn ich das Hochbeet wieder auffülle, bedecke ich die vorhandenen Kräuter (die Lavendelpflanzen und der Sauerampfer verschwinden noch aus dem Beet bevor die Saison wieder losgeht) einfach mit Kompost/Erde und warte, bis sie daraus wieder hervorkommen oder wie macht man das? Das Beet ist doch ganz schön abgesackt.

Am Sonntag ging es dann gleich wieder in den Garten. Als ich die Bilder nachmittags gemacht habe, fing es gerade zu regnen an, vorher hatten wir echt tolles Wetter. Das musste gleich genutzt werden! Wir haben den Nistkasten von der Kastanie entfernt, gesäubert und an die Eiche gehängt. Die Kastanie soll ja noch weg. Den Nistkasten haben meine Eltern uns damals geschenkt. Plötzlich (nach dem Grundstückskauf) hing er da an der Kastanie *hihi* und wurde auch schon gut genutzt. Deshalb bleibt der natürlich!

Für die Esche - oder das, was noch von ihr über ist - haben wir am Samstag einen neuen Nistkasten gekauft. Um den aufzuhängen mussten wir ein bisschen Efeu entfernen. Die vom Nabu vorgesehene Aufhängung ist aber auch echt ein Witz! Die haben wir abgeschraubt, den ganzen Kasten auf eine Holzleiste geschraubt und diese dann richtig am Stamm befestigt. Bei all dem Sturm fliegt der Kasten doch sonst gleich vom Baum. Ne nee, die armen Piepmätze!

Den Mindestabstand von 10m zwischen zwei gleichen Nistkästen haben wir eingehalten, die Öffnungen zeigen wie "vorgeschrieben" nach Osten, dann schauen wir doch mal, ob wir dieses Jahr wieder ein paar Meisen beobachten können :)

In der letzten Woche hatte ich gelesen, dass man jetzt noch die letzten Blumenzwiebeln setzen kann, da die Witterung so mild ist. Super, ich hatte noch so viele im HWR liegen. Die passten im Herbst nicht alle ins Staudenbeet und da habe ich sie halt mit reingenommen. Als ich mir die am Sonntag ansah, waren sie zum Großteil schon alle ausgetrieben. Kreisch! Die mussten also unbedingt raus und in die Erde. Aber wohin? Mein Staudenbeet ist voll! Das Gemüsebeet wird dieses Jahr als Sonnenblumenbeet dienen und danach kommt es weg, da wären die Zwiebeln zu schade für. 

Denk denk denk! Ahhh! Überall standen doch noch die Kübel vom letzten Sommer und Pflanzenerde hatte ich auch noch da - perfekt! Also habe ich die Narzissen, Tulpen und Crocusse jetzt zum Großteil einfach in mehreren Kübeln verteilt und auf der Terrasse stehen. Sollte der Winter noch einmal kommen, ziehe ich die Kübel einfach alle unter die überdachte Terrasse ans Haus und gut ist. Mit all den Kübeln sieht es jetzt schon wieder viel gemütlicher im Garten aus :)

Die 5 Kübel vor dem Terrassenfenster warten auf die neue Gemüsesaison. Die halte ich frei für meine Tomaten- und Peperonipflanzen *g*.

Und da ich im Garten ja kein Ende finden kann, habe ich noch ein bisschen die Hecke beschnitten und mich anschließend um eine ganz scheußliche Ecke im Garten gekümmert. Die war mir schon immer ein Dorn im Auge. Links neben dem Staudenbeet steht ein abgeschnittener Holunder. Da ragen die abgeschnittenen Stämme noch aus dem Boden. Das findet die Nachbarskater ja soooo gut, im letzten Jahr hat er immer daran geleckt *g*. Aber mich stört es. 1. wachsen ständig noch Äste nach und 2. kann man die Ecke nur sehr schlecht mähen. Dementsprechend doof sah auch die Ecke dahinter aus. Ich habe nun einfach alles rausgerupft was dort wuchs (Unkraut hoch zehn), den ollen alten halb verbuddelten Maschendrahtzaun entfernt (noch ein Überbleibsel vom damaligen Hofabriss denke ich) und ein kleines "Beet" angelegt. Hier hat meine Gaultheria nun endlich einen Platz im Garten gefunden! Außerdem konnte ich noch ein paar Crocuszwiebeln vergraben und ein paar kleine Zwiebeln, die ich noch im Schuppen gefunden habe. Entweder weiße Crocusse oder Märzenbecher. Wir werden sehen - falls es klappt! 

Meine Dahlienknollen hatte ich auch im Schuppen gelagert, aber die waren leider total verschimmelt, die musste ich wegtun. Schade! Die haben doch so schön geblüht im letzten Jahr *schnief*.

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